15. September 2010

Catwalk: Die Größe 40 ist jetzt salonfähig

Die so häufig zitierte und verfluchte Size Zero bröckelt: Das New Yorker Edelkaufhaus Saks in der Fifth Avenue ordert ab jetzt Designermode in Größe 40 aufwärts. Das bekannte Luxuskaufhaus bestellt bei Designerbrands wie Dolce & Gabbana oder Fendi ab jetzt auch größere Größen.

Die Modemacher und Modehäuser ziehen nach

Denn eigentlich hat die Realität den neuen Trend zu Plus Sizes schon lange überholt: Die 14 zählt zu den meistverkauften Größen in den USA. Die amerikanische Größe 14 entspricht einer deutschen 44. In Deutschland beginnt ab Größe 46 das Übergrößen-Sortiment.

Schlankheitswahn ade?

Wenn sogar Victoria Beckham auf der New Yorker Fashion Week keine dürren Models mehr in ihren Kreationen auf den Laufsteg schickt, denkt die Modewelt um. In der Branche wird sogar gemunkelt, dass Marc Jacobs eine neue Linie für größere Größen plant. Die soll „Above Average“ heißen, was immerhin noch besser klingt als „Für Mollige“ oder „Big Size“. Kurvige Models wie Crystal Renn zieren die Titelblätter und Werbekampagnen bekannter Modemarken. Die Frauenzeitschrift „Brigitte“ lichtet schon seit einigen Monaten normale Frauen statt Models ab.

Gibt es jetzt endlich trendige Mode in großen Größen?

In Deutschland kauft jede zweite Frau ab Kleidergröße 42 ein. Bei vielen Labels ist aber mit der Größe 44 Schluss. Weiter geht es dann erst in der Übergrößen-Abteilung. Bis die aktuelle Fashion von der New Yorker Fashion Week tatsächlich als trendige Mode für Mollige in der 44 oder 46 in den Läden angekommen ist, werden noch einige Saisons vergehen.

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